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Vairagya

Vairagya 11.06.2011

Entrückung ist eine der wichtigsten Eigenschaften vom Gott. Wenn man alle Verbindungen zu der Welt loslässt, dann wird Yoga laut Nathas Vorstellungen zu einer vollwertigen Praktik. Leute, die eine Sadhana praktizieren, machen das oft aus Ehrgeiz, aus Stolz über ihre theoretischen Erkenntnisse in der Spiritualität, sie genießen ihr feines Ego, weil sie Yoga machen. Aus diesem Grund  kann man nur durch Loslassen zu einem echten Avadhut und einem entrückten Yogi werden.

Und außerdem ist Vairagya ohne einer sozialen Realisation undenkbar, weil das Leben selbst ein Mittel ist, um die Entrückung vom Praktizierenden zu prüfen, was es zum “Adhara” für die Entwicklung von dieser Eigenschaft macht.

Die Gesellschaft ist unstabil, da gibt es permanente Veränderungen, deshalb muss man Bindungen an verschiedene Erscheinungen dieser Welt vermeiden können um seine Ruhe zu finden. Wenn wir das Gefühl bekommen, dass wir unters Rad der Welt gekommen sind, ohne sich selbst zu bekennen, dann ist das ein Zeichen davon, dass wir sie nicht richtig wahrnehmen.

Um die Illusion vom sozialen Umfeld zu überwinden, ist es nicht genug, Yogaunterricht zu besuchen, weil das nur eine Vorbereitung an mehr wichtige Arbeit ist, und diese Arbeit ist ein wahres Yoga.

Innere Vairagya ist eines der wichtigsten Kriterien dafür, dass der Mensch wirklich Yogasadhana und nicht Yoga zum Abnehmen praktiziert. Aber man muss nach und nach vorgehen. Der Praktizierende sollte zuerst seinen Körper in Ordnung bringen, seine Gesundheit verbessern, seine allgemeinmenschliche Probleme lösen und erst dann mit der Arbeit an den inneren Aspekten seines “Ich” anfangen, weil es unmöglich ist, Entrückung zu lernen, wenn man nicht versteht, wozu man das braucht und warum das wert ist.

Die Nathas- und Tantratexte sprechen über eine Verbindung von Yoga und Bhoga. Die Welt ist von Bhoga überfüllt (Lüste und Genüsse) und Yoga ist auch zum Teil von dieser Welt geworden, obwohl ihr Wesen ist Illusionen zu überwinden, was zur Sat-Chitt-Ananda (Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit) und Kayvalyananda (höchster Zustand der Gottähnlichkeit) führt. Danach versteht der Praktizierende, wer er in Wirklichkeit ist. In der Welt gibt es viele vorübergehende Lüste, sie sind auch wahr, aber ihre Wahrheit ist auch vergänglich, deshalb darf man diese Wahrheit nicht idealisieren, sogar wenn das scheinbar auf Tantra und Gnostizismus bezieht.

Praktika ist das, was den Praktizierenden adäquat und sein Vorgehen effizient macht, sie bringt bei, wie man bei minimalen Kräfteaufwand ein positives Ergebnis bekommen kann. Yogis sind reife Menschen, deshalb brauchen sie keine abstrakten Theorien, theoretisches Sanyasa und theoretische Vorstellungen über die höchste Realität sind ihnen nichts wert, sie nehmen sie holistisch wahr.

Eigentlich lassen Yogis nicht die Welt los, sondern zwanghafte vorübergehende Überzeugungen und Glauben.

Die Beziehung zu Vairagya ist oft negativ, weil sie zum Teil der Gesellschaft und nicht zum Charaktereigenschaft geworden ist. In Wirklichkeit ist das die wahre Natur eines Lebewesens, also sie muss nicht anerzogen werden, sie ist ein Teil unserer Natur. Vairagya erwacht, wenn der Mensch auf eine natürliche Weise eine seelische Reife erreicht.

 
Die Entrückung kann in einem Schüler sein Guru entdecken, der ein reines nicht doppeltes Bewusstsein realisiert hat und der seinen Schülern wünscht, was er sich selbst wünscht. Wenn Guru eine realisierte reine Seele ist, dann sieht er das Göttliche in seinem Schüler und er erweckt das Göttliche. Dank der weiteren Praktik realisiert der Schüler diesen Zustand ganz.

Für einen richtigen Schüler ist Guru transzendent, und wenn der Schüler solche Ansichten hat, dann kann er seine wahre Natur entdecken und die Entrückung kommt von selbst.

Die menschlichen Wesen sind sehr schwach, hängen vom sozialen Umfeld, vom Klima, von ihren Sinnen und vom Körper ab und sind auf die Außenwelt orientiert. Aus diesem Grund kann niemand Jivanmukta werden, wen man seinem unvollkommenen Verstand folgt. Wir können etwas Hohes aufgrund unserer empirischen Erfahrung verstehen, die uns auf etwas noch höheres hinweist.
Nathas lehren, dass alles Vollkommene immer mit uns war, ist und sein wird, wir können es wegen unseres Karmas einfach nicht wahrnehmen, deshalb sollen wir lernen das Höchste in dieser Welt zu sehen. Wenn man das Höchste im Guru sieht, dann wird das zurückgespiegelt. Sich als ein Siddha wahrnehmen kann nur der, wer in einem anderen einen Siddha gesehen hat und solche Einsicht soll in sich gerade ein unvollkommener Mensch pflegen.

Aber in dieser Welt unter dem Mayaeinfluss neigen unvollkommene Wesen sich anders zu verhalten, dabei versuchen sie die höchste Wahrheit in den raffinierten Methoden zu finden mit der Hoffnung, dass das sie zur Realisierung führt, dabei setzen sie diese Methoden nicht praktisch um.

Aus diesem Grund interessierten solche Siddhas wie Gorakshanath keine äußerlichen Namen der Traditionen und philosophischen Lehren. Ein Aughar, der das Wesen von allen Lehren eingesehen hat, wird gleich zu Avadhuta.

Der Avadhuta steht außerhalb von allen Sampradayas, aber er ist offen zu allen Lehren, weil er ein wahrer Vairagiy ist, sein Bewusstsein ist leer, deshalb hat er ein vollständiges Bild von der Welt.

Jemand, der die ganze Welt gesehen hat, versteht, dass es keinen Sinn hat, sie gegen einen Teil zu wechseln, deshalb wird Vairagya für einen Yogi zu einer natürlichen Sache. Der Vayragiy ist dem König ähnlich, der sich in einen Bettler umgekleidet hat, der aber in jedem Moment fähig ist, dieses Spiel zu lassen, weil er immer bewusst ist, was ewig und was vorübergehend ist.

Author: Yogi Matsyendranath Maharaj

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